Zitate der Kunstgeschichte

Meine Faszination an Bildern der Kunst ist immer dagewesen. Als Kind lieh ich mir aus der heimatlichen Leihbibliothek kleine Kunstbände von Rembrandt, van Gogh und El Greco aus. Eine fehlgeleitete Bertelsmannbestellung bereicherte den Haushalt meiner Eltern mit einer großen Kunstgeschichte „Die Palette“, die mir nie gekannte Kunstwelten eröffnete und ich immer wieder durchblätterte. So entwickelte ich Vorlieben und in meiner erwachsenen Auseinandersetzung mit der Kunst haben mich bestimmte Künstler immer wieder in ihren Bann gezogen.

Da ich in den 2000er Jahren mit dem Medium Blechdose viel Zeit verbracht habe, entschloss ich mich, einige meiner Favoriten auf Blech zu malen.

Der Reihe vorausgestellt habe ich ein Zitat von Ludwig Wittgenstein:

„Die Grenze meiner Sprache ist die Grenze meiner Welt“

 

Edward Hopper

„nighthawks“1942

 Edward Hopper Nighthawks 120 cm x 120 cm 2009 Öl auf KonservendosenEdward Hopper ist in seiner Farbigkeit großartig. Das Akribische in seiner Planung, die damit verbundene, fast überirdische Wirkung der Farbkomposition spricht mich ungeheuer an. In gleichem Zuge ist die Auswahl der Themen und Motive wesentlich. Die Einsamkeit des modernen Städters, bildnerisch eingerahmt von Großstadtarchitektur, lässt im Zusammenspiel mit wunderbar anmutender Malerei ein Moment des Dramatischen im menschlichen Dasein erscheinen.

 

Alberto Giacometti

„Bildnis Annette“, 1958

Alberto Giacometti: Annette 120 cm x 120 cm 2009 Öl auf KonservendosenGiacometti ist in seiner Person und in seinem Werk gleichermaßen von großer Intensität. Seine lebenslange Hingabe an die Kunst, die keine Rücksicht nimmt auf äußere Umstände, und zu einem unvergleichlichen Ausdruck gelangt, lässt mich zu einer Verehrerin werden. Haben mich zuerst die Gemälde sehr angesprochen, die einen nie gesehenen Dialog zwischen Zeichnung und Malerei manifestieren, so sehe ich jetzt die Skulpturen, die den menschlichen Körper in seinem Ausdruck und seinen Seelenschichten immer neu betrachten.

„Je mehr man scheitert, desto erfolgreicher ist man. Wenn alles verloren ist und man dann, statt aufzugeben, doch weitermacht, so erlebt man den einzigen Augenblick, wo Aussicht besteht, ein bisschen vorwärts zu kommen. Man hat plötzlich das Gefühl – und wenn es nur eine Illusion ist – dass sich etwas Neues aufgetan hat.“

Alberto Giacometti

 

Diego de Silva y Velazquez

„Las Meninas (Die Hoffräulein)“ 1656

Diego de Silva y Velazquez Las Meninas (Die Hoffräulein) 120 cm x 120 cm 2009 Öl auf KonservendosenDer Besuch im Prado hat mich unvorbereitet diesem Bild gegenübergestellt. Es ist ein überwältigendes Werk der Kunstgeschichte und spricht für sich.

 

Anselm Kiefer

„Die berühmten Orden der Nacht“, 1997

Anselm Kiefer Die berühmten Orden der Nacht 120 cm x 120 cm 2009 Öl auf KonservendosenAnselm Kiefer ist für mich der Favorit, der mich nicht mehr losgelassen hat. Die Themen seiner Malerei und seiner Objekte, wie die deutsche Geschichte, Lyrik, hier Ingeborg Bachmann und Paul Celan sowie die griechische Mythologie sprechen mich an. Bei seiner Umsetzung ins Bildnerische arbeitet er mit Ölmalerei, zusammengemischten Materialien, die auf den Bildern selbst wie Landschaften wirken, Assemblageelementen und u.a. der Perspektive.

Bei der Betrachtung seiner Kunst werde ich inspiriert und denke an ein Weiterkommen.